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Orbetello

Orbetello

Orbetello, die rumpfförmige Stadt

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Orbetello stellt sich durch seine geografische Lage als eine außergewöhnliche Kleinstadt dar. Sie liegt auf einer schmalen Landzunge inmitten von zwei Lagunen. Im Norden liegt die Laguna di Ponente mit dem Tombolo della Giannella, und südlich von Orbetello grenzt die Laguna di Levante an, mit der traumhaften Sanddüne des Tombolo della Feniglia, eines kilometerlangen geschützten Naturstrandes. Die Lagunenstadt liegt mit ihrer eigenartigen Form eines Schiffrumpfes in den stehenden Gewässern hier wie verankert und ist durch den im Jahr 1841 künstlich errichteten Damm mit dem Monte Argentario verbunden. Im lebendigen Städtchen herrschte durch den Fischmarkt immer schon reger Betrieb, und die steigende Nachfrage an Spezialitäten der Lagunenfischerei hat daran bis heute nichts geändert. Seine landschaftlichen Reize des Meeres und der geschützten Naturoase ”Laguna di Orbetello” haben dem Ort im Laufe der Jahre in touristischer Hinsicht immer mehr Bedeutung zukommen lassen.

Mittlerweile kann man aus einem breit gefächerten Angebot an Unterkünften wählen, unter dem sich auch schöne Campingplätze befinden. Überreste von polygonalen Mauern bezeugen, dass der Ort schon von den Etruskern bewohnt wurde. Dem folgte die Dominanz der Römer, die der Stadt Namen wie Orvelus, Urva Tellus oder Urbis Tellus gaben, deren Bedeutungen bislang allerdings viele Rätsel aufgeben. Bei der Plünderung der Archive im Jahre 1455, ist viel an Dokumentationsmaterial abhanden gekommen, und somit bleibt der Namensursprung Orbetellos nach wie vor ungewiss. Tatsache ist, dass Orbetello durch seine Lage immer schon ein begehrtes Ziel von Eroberungszügen war und zwar nicht nur durch italienische Adelsgeschlechter, sondern auch durch Völker fremder Staaten. Nachdem Orbetello von der Familie der Orsini an Siena übergegangen war, besetzten die Spanier die Stadt und machten Orbetello 1555 zur Hauptstadt des Staates der Spanischen Präsidien.

Aus dieser Zeit stammen die eindrucksvollen Festungsbauten und die Mauern, die die Stadt später vor den Franzosen schützten, die Orbetello lange Zeit belagerten. 1736 geht Orbetello in den Besitz der Borbonen über, um dann schließlich an das Großherzogtum der Toskana angeschlossen zu werden. Ganz in der Nähe von Orbetello erhebt sich der kleine Hafenort Talamone. Die uralte Fischerstadt wird von einer malerischen Burg überragt, die im 15. Jh. auf das felsige Vorgebirge gebaut wurde und einen ausgezeichneten Blick auf die Küste und die Inseln freigibt. Südlich der Lagune liegt der ruhige Ort Ansedonia, dem große archäologische Bedeutung zukommt. Bei Ausgrabungen wurden hier die Reste der antiken Stadt Cosa entdeckt, die im 3. Jh. v. Chr. eine wichtige römische Kolonie darstellte.

Der renommierte Villenort wird heute von vielen als Sommerdomizil genutzt. An der Küste des kleinen Vorgebirges befindet sich die sogenannte “Tagliata Etrusca”, ein in den Fels gehauener Kanal. Gleich daneben liegt noch eine weitere Besonderheit der „Spacco della Regina“. Es ist eine begehbare Felsenspalte, die einen in eine faszinierende, geheimnisvoll mythologische Welt entführt. Kulturell belebt sich Orbetello durch die vielen Veranstaltungen des “Festival dei Presidi”, das jedes Jahr in den Sommermonaten stattfindet. 


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